Pferde sind Einhufer der Gattung Equus und gehören zur Familie der Equidae. Sie sind die einzigen dieser Gattung, die bis in die heutige Zeit auftreten. Ihre Geschichte reicht mehr als 55 Millionen Jahre zurück.
Pferde sind sehr kräftige Tiere und haben relativ große Köpfe und lange Beine. Sie erreichen Längen von 2 bis 3 Metern (vom Kopf bis Rumpf gemessen). Das Stockmaß beträgt 100 bis 160 Zentimeter. Ausgewachsene Tiere bringen ein Gewicht von 175 bis 450 kg auf die Waage. Ihr Fell ist fest und meistens kurz. Die Fellfärbung zeigt die verschiedensten Weiß-, Grau-, Braun- und Schwarztöne.
Wildpferde leben heute nur noch im Osten und Süden Afrikas und in Zentralasien, denn das Verbreitungsgebiet der Pferde ist in den letzten Jahrtausenden deutlich zurückgegangen. Im Osten Europas sind die letzten wildlebenden Pferde (die Tarpane) bereits im 19. Jahrhundert ausgestorben.
Hauspferde wurden hingegen vom Menschen weltweit verbreitet. Die größte Anzahl verwilderter Pferde leben in Australien, sind jedoch auch in den USA und anderswo zu finden.
Als Lebensraum lieben Pferde offenes Gelände, so zum Beispiel Savannen und Steppen. Andere Arten fühlen sich aber auch in trockeneren Gegenden wie Halbwüsten und Wüsten wohl. Einzig der Waldtarpan, der in Europa lebte, war ein Waldbewohner.
Das Sozialverhalten der Pferde ist sehr unterschiedlich. Die einen leben in Verbänden ohne dauerhafte Beziehungen zwischen den erwachsenen Tieren. Andere Gruppen (wie Przewalski-Pferd, Berg-, Steppenzebra und verwilderten Hauspferden wie z.B Mustangs) werden meist von einem oder zwei Hengsten begleitet und es herrscht eine Rangordnung. Herden bilden sich, wenn mehrere Gruppen auf einem Gebiet zusammen leben. Die Kommunikation mit Artgenossen erfolgt bei den Pferden anhand von Gesten – die Haltung der Ohren, des Kiefers oder des Schwanzes – und durch Laute. Desweiteren konnte nachgewiesen werden, dass der Geruch von Kot anderen Pferden bestimmte Informationen übermittelt.
Pferde sind Pflanzenfresser und ernähren sich hauptsächlich von Gräsern. Es werden jedoch auch Blätter und andere Pflanzenteile gefressen. Hauspferde trinken relativ viel, wo hingegen andere Arten notfalls auch längere Zeit ohne Wasser auskommen. Pferde sind, wie die meisten Huftiere, Fluchttiere. Ihr ganzer Körperbau ist auf schnelles und ausdauerndes Laufen ausgelegt. In die Enge getrieben, können Pferde auch mit den Hufen treten oder ihren Angreifern schmerzhafte Bisswunden zufügen.


